Verfasst von: landsegler | 12/12/2013

Zugkombination – Massenverhältnis

Beispielrechnung: NISSAN Navara D40 + Anhänger „Mobil Dick“

Die zugehörigen Massendaten des Navara D40:
Leermasse 2.250 kg
zul. Ges.-Gewicht 3.210 kg
(Zuladung max. 960 kg)
max. Achslast vorn 1.770 kg
max. Achslast hinten 1.960 kg

Die zugehörigen Massendaten des Anhängers:
Zul. Gesamtmasse 3.000 kg (angestrebt 2.500 kg / 83% Auslastung)
max. Achslast vorn 1.750 kg (neue, geänderte Achse)
max. Achslast hinten 1.500 kg

Zugkombination (Gespann):
zul. Gespannmasse mit o.g. Navara 5.800 kg (gemäß Kfz-Schein) !

Annahmen (unsere Anforderungen):
Im Fahrbetrieb Ges.-Masse der Zugmaschine > Ges.-Masse des Anhängers!
Navara beladen max. 3.000 kg (93% ausgelastet, d.h. 800 kg zugeladen!)
Anhänger beladen max. 2.800 kg (93% ausgelastet)
= Gespannmasse 5.800 kg (100% ausgelastet – bis max. Steigungen 8%)
= Massenverhältnis 1,07 / Zugmaschine 200 kg (7%) schwerer als Anhänger

Wie man sieht muss man schon recht fusselig rechnen um alle technisch vorgegebenen Daten legal einzuhalten! In diesem Beispiel wird das nur erreicht indem man schwere Sachen (hier satte 800 kg) nach vorn auf die Zugmaschine packt. Was in der Zugmaschine liegt macht den Anhänger leichter – das soll so!

Also muss man – auch für gute Fahreigenschaften – sehr gut aufpassen, und man kann nicht einfach den Anhänger „vollknallen“ nach den angegebenen Daten (zul. Ges.-Gewicht, Achslasten des Anhängers) ohne dabei über die Daten der Zugmaschine nachzudenken.

Für legale UND fahrdynamisch sichere Fahrt sind also zu beachten an Zugmaschine UND Anhänger: Leermassen, zul. Gesamtmassen, Ladelasten, Achslasten, Massenverhältnis und Schwerpunktlagen!

Den größten Wert lege ich auf ein gutes Massenverhältnis, also: Zugmaschine schwerer als Anhänger. Beim Einachsanhänger (auch Zwillingsachse) ist das noch wichtiger als beim Zweiachsanhänger (Drehschemelanhänger).

Und die weit verbreitete Ansicht man müsse ja „bei einem Drehschemel-Zweiachser nicht mehr auf die Schwerpunktlage achten“ ist Unsinn und gefährlich! Wer das so unüberlegt behauptet, der hatte wohl nur die Stützlast eines Einachsers im Sinn.

Würde man dennoch einen Zweiachser in Längsrichtung deutlich asymmetrisch beladen, dann würde man auch schnell vergessen können, dass man in Extremfall unter Beachtung der zul. Achslasten nur noch die Hälfte der erlaubten max. Lademasse zuladen dürfte.

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